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Administration

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2020-05-02

Streiten - aber richtig

dogs-602890_1920.jpgSekretariate sind dafür bekannt, dass dort Harmonie und eine angenehme Atmosphäre herrscht. Ein Sekretariat ist das Aushängeschild eines Unternehmens, die Anlaufstelle für Kollegen, die Führungsriege, Kunden und Geschäftspartner. Es ist dann wohl eher kontraproduktiv, wenn in diesen Räumen lauthals gestritten wird.

Nur sind wir auch einmal ehrlich. Wir alle sind nur Menschen. Gerade in Krisenzeiten, die wir derzeit nicht nur in Deutschland, sondern weltweit erleben, liegen die Nerven auch einmal blank. Wir sind dünnhäutiger und reagieren bei manchen Situationen über, wo wir vor ein paar Wochen dafür nur ein Augenzwinkern übrig gehabt hätten. Wenn sie also der Meinung sind, sie müssen sich mit einer Kollegin / einem Kollegen auseinandersetzen, dann tun sie es auch, aber bitte richtig.

Beispiel:
Sie nehmen an einer Besprechung teil, wo es um die nächste Großveranstaltung geht, die für den Winter 2020 geplant ist. Sie sind für den Bereich des Einladungsmanagements die Projektverantwortliche. Sie stellen Ihr Konzept in der Besprechung vor und eine neue Kollegin fällt ihnen harsch ins Wort und erklärt ihnen und den Anwesenden, wie man diesen Bereich richtig umsetzt und das sie in ihrer vorhergehenden Firma damit nur gute Erfahrungen gemacht hat. In ihnen kocht es innerlich. Sie merken, wie die Wut immer mehr in ihnen hochsteigt. Vor ihrem Chef und den anderen Anwesenden möchten sie keine offene Auseinandersetzung. Ihr Ziel ist Harmonie. Deshalb sagen sie zu ihrer Kollegin, dass sie sich gerne morgen mit ihr zusammensetzen und sich ihre Ideen in Ruhe anhören. 

Gegenfrage: Geht es ihnen mit diesem Kompromiss gut? Wie soll das anwesende Team jetzt erfahren, dass ihr Konzept durchaus schlüssig ist und die ganze Arbeit, die sie in das Thema investiert haben, durchaus Sinn macht? Was spricht also dagegen, dass sie ihr Konzept sachlich vertreten und die Diskussion eröffnen? Auseinandersetzungen liebt keiner, aber gerade Frauen verhindern diese im Job  bereits im Vorfeld. 

Warum ist das so?
Das „Pro“blem: Frauen fällt es schwer, sich nach Auseinandersetzungen im Job wieder „normal“ zu verhalten. Sie können den Konflikt, der sich auf der Arbeitsebene abspielt, nur schwer von der privaten Welt trennen. Dementsprechend verhalten sie sich dann auch der Konfliktpartei gegenüber. Sie kommen dann leicht als die beleidigte Leberwurst um die Ecke, vermeiden jeden Blickkontakt, wirken überheblich und nicht wirklich souverän.

Da es ein „Pro“blem 
Die Silbe “Pro” kommt aus dem lateinischen und bedeutet vorwärts. Pro ist eine Handlungsaufforderung an sie, vorwärts zu gehen und etwas zu ändern. Wie wäre es, wenn sie bei der nächsten Auseinandersetzung bis sieben zählen, bevor sie antworten (damit nehmen sie der Emotion die in ihnen steckt erst einmal die Wucht) und dann sachlich und kompetent argumentieren, warum ihr Konzept genau das richtige für die Veranstaltung ist. Damit stellen sie ihre Kompetenz klar heraus und nehmen ihrem Gegenüber den Wind aus den Segeln. Es kostet sicherlich beim ersten Mal Überwindung, aber beim zweiten Mal klappt es dann schon besser. Probieren sie es aus. Sie werden sehen, wie gut es für ihr Selbstbewusstsein ist, wenn sie zu ihrer Leistung und zu sich stehen.

Und zum Schluss:  Kennen Sie den Ausspruch aus der Männerwelt?
„Dass muss man hinkriegen – sich im Job richtig auseinandersetzen und dann zusammen ein Bier trinken gehen!“ Vor dieser Einstellung können Frauen den Hut ziehen. Deshalb: Lassen sie uns anfangen, auch in diese Gelassenheit zu kommen. Nicht morgen, sondern jetzt und sichern sie sich jetzt meine 3 Tipps für den richtigen Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz. Der Download steht ihnen im Mitgliederbereich kostenlos zur Verfügung.

Sie möchten mit Ihren Kolleginnen gerne zu diesem Thema weiter diskutieren? Dann lade ich sie herzlich in meine Facebookgruppe OfficeArtefact-Kreative Assistentin ein. Ich freue mich auf den Austausch.

 

Admin - 19:57:17 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen

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